Ach nee - wieder was fürs Sommerloch gefunden

12. August 2009

Immer öfter erwisch’ ich mich dabei, die aktuellen Nachrichten aus TV, Radio und (online) Zeitung/Zeitschrift mit einem stöhnenden “ach neee” und einem genervten Augenrollen zu kommentieren. Auch wenn mein Laptop sich darüber noch nicht beschwert hat - mir selbst wird es auffällig und ich frage mich: Versuchen die Medien doch tatsächlich über das riesig klaffende Sommerloch hinweg zu täuschen, indem sie aus Mücken ganze Elefantenherden entstehen lassen (und dabei heften sie sich an jede Mücke die sie kriegen können)? Oder bin ich einfach nur älter und aufmerksamer geworden und stecke in einer Phase von übertriebener Toleranz und Verständnis?

Sei es Frau Schmidt und ihr Dienstwagenausflug nach Spanien oder aktuell Wirtschaftsretter zu Guttenberg der die Arbeit seines Ministeriums an externe Agenturen abgibt; da frage ich mich ernsthaft: Ach neeee, wirklich? Ist das denn ernsthaft sinnvoll zu diskutieren?

Meine Augen allerdings fangen dann besonders schnell an zu rollen, wenn die in Politik und Wirtschaft tagtäglich-gängige Praxis der persönlichen Dienstwagennutzung mit “mangelnder Sensibilität” verurteilt wird.

Da frage ich mich: Seit wann wird denn - in Politik, Wirtschaft UND Medien - mit Sensibilität auf andere agiert? In der Erziehung mag eine vorsichtige Sprachwahl angebracht sein aus Rücksicht auf die Kinder, im medizinischen sollten Praktiken bedacht sein aus Rücksicht auf den Patienten und vielleicht wird auch bei den Grünen mal das Auto stehen gelassen aus Rücksicht auf die Umwelt.

Doch Schmidts und zu Guttenbergs Politikkollegen und die Medien scheinen doch einfach nur verdammt hungrig nach Wahlkampfgezeter, Zoff und Action zu sein… Oder haben sie sich mit der vorschnellen Anklage etwa vertan? Denn immerhin wollen auch die tausenden Agenturen in Berlin leben und überleben. Und so könnte man fragen, ob es gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise nicht vielleicht gar ein sensibler Schachzug des Wirtschaftsministers war die anstehende Arbeit zu teilen und so den ein oder anderen Arbeitsplatz im Berliner Agenturleben zu retten?!?

Zumindest ist ganz offensichtlich, dass die Praktik des Outsourcing nicht erst seit gestern existiert und gar aktive betrieben wird - andernfalls stellt sich die Frage, wie die zahlreichen Finanz-, Wirtschafts- und Rechtsberatungen, PR-, Marketing- und Eventagenturen, Think Tanks, Lobby- und Research-Organisationen so lange in Berlin überleben konnten.

Meine, deine, unsere Masterarbeit

7. Juni 2009

Letzte Woche habe ich mal wieder erlebt, wie verschiedenen doch die Briten vom Rest der Welt sind:

Der Kursleiter meines angepriesenen Masterkurses ermahnte zum einen diejenigen, die schon fleißig an ihrer Masterarbeit schreiben, dass man auch mal raugehen sollte um “den Duft der Rosen zu riechen” (–> als ob es hier so viele Rosen gibt), zum anderen ermahnte diejenigen, die noch nicht so richtig zu Potte kommen, endlich auf zu wachen und den “Duft des Kaffees zu riechen”! Ich würde sagen, das klingt als hätte er seine Nase in zu viele Dinge gesteckt!

Höhepunkt jedoch war für mich der freundliche Hinweis meines Dozenten, der meine Masterarbeit betreut, dass ich ja die Arbeit nicht für die Allgemeinheit, sondern einzig und allein für ihn schreibe. … ach ja… stimmt. Hatte ich fast vergessen. Heißt ja auch Master-Arbeit - arbeiten für den Master of Desaster…

Es wird Zeit, dass ich wieder nach Deutschland komme!

Tag drei: Konbanwa!

16. Mai 2009

Motivationslosigkeit würde ich es nicht nennen. Aber ein Erfolgserlebnis, eine Art Bestätigung, dass ich es einigermaßen richtig mache wäre toll. Aber da muss ich wohl noch ein paar Wochen warten. Und so reiße ich mich zusammen und büffle weiter. Heute schon: Lektion zwei, Grußformeln und Ortsbeschreibungen.

In dem Sinne, verabschiede ich mich mit einem deutlichen, aber müden: oyasumi nasai.

Tag zwei: Mit Zähne zusammen zählen lernen.

15. Mai 2009

Ichi, ni, san – also bis drei kann ich schon.

Ein Telefonat mit meinen Reisefreund hat mich zudem ermuntert weiter zumachen. Denn angeblich seien Grundkenntnisse hilfreich. Also gut. SZähne susammen, Luft holen und: ichi, ni, san, shi, go, roku, nana, hatschi, kyu, jyu … Yes: isch kann biss szzeeeeehn sählen :-) !

Japanisch auf Englisch: Tag eins - Lektion eins

14. Mai 2009

Da sitz ich also nun mit meinem „Essential Japanese“ Buch – Japanisch lernen auf Englisch. Ich bin gespannt wie das funktioniert. Bin sogar ein bischen aufgeregt, als ich das Buch öffne.

Einleitung. Genau, erstmal immer in Ruhe die Einleitung studieren, damit man weiß was auf einen zukommt.

Aha – die Buchstaben werden einfach so ausgesprochen, wie sie dastehen, außer die üblichen Ausnahmen versteht sich. Die halten sich im Moment allerdings in Grenzen. Gut so.

Und jetzt verstehe ich auch, warum das Buch „günstiger“ war als die anderen: es ist in römischen Lettern verfasst und nicht in Kanji, Hiragana und Katakana. Also gut. Augen und Ohren auf: Lektion eins.

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Koch kocht im aktuellen Kochstudio

13. Mai 2009

Keine lust mehr auf Nudeln mit Tomatensoße? Schon mal Religion mit Web 2.0 probiert? Oder Model auf Manager?

Koch kocht - mit Wort, Witz und Wahnsinn. Garantiert lecker, kalorienarm und leicht verdaulich: das aktuelle Kochstudio. jetzt einschalten und mitessen…ähhhh…zuschauen.

Sonnenbrille out - Sonnerille in?

13. Mai 2009

Die Briten setzen Trends - manchmal zumindest, wenn es ums Binge-Drinking geht zum Beispiel. Und manchmal da setzen die Briten auch keine Trends - zum Glück.

Beim neusten Schrei der “Rillen-Plastik-Brille” kann man nur hoffen, dass die auf der Insel bleibt. Den Rest des Artikels lesen »

Einmal Japan und zurück

12. Mai 2009

Dieses Abenteuer habe ich im Juni geplant. Allerdings ist für so eine Fahrt ja ein bischen Vorbereitung nicht schlecht. Und noch viel besser: ich lass alle dran teilhaben - an Vorbeitung, Abenteuer und Rückflug.

Aufgabe eins: Ab in den Buchshop und ein Englisches Japanisch-Buch zum selba lernen kaufen. Gesagt getan.

Deutschland begeistert mich

8. April 2009

Soviel Begeisterung auf einmal. Erst begeistert mich die neue Sendung von Katrin Bauerfeind, jetzt auch noch ein deutscher, unbekannter Mitbürger. Den Rest des Artikels lesen »

Programmtipp

8. April 2009

Ein Form der Unterhaltung die meine Aufmerksamkeit (fast) ohne Einschränkung erhielt und erhält ist die neue Sendung von Katrin Bauerfeind. Seit Feburar präsentiert und reflektiert Bauerfeind monatlichen im gleichnamigen Magazin die Medien, den Alltag und die Gesellschaft.

Zu sehen gibts die Magazinsendung mit Computeroberfläche und ohne Techniker heute (08.04.2009) um 21.30 auf 3sat oder im Netz auf 3sat.de oder der ZDF-Mediathek.

Also, ich hab schon lange nicht mehr so aufmerksam und begeistert fern gesehen.